Auf dem Fest gibt es heuer ein neues Konzept. Erstmals ist eine landwirtschaftliche Ausstellung geboten. Für Kinder gibt es ein besonderes Programm.
Seit über 600 Jahren wird das Stabenfest in Nördlingen gefeiert. Dieses Jahr findet das Fest vom 8. bis 11. Mai statt, wobei der Stabenumzug – bei guter Witterung – am 11. Mai durch die Nördlinger Altstadt ziehen soll. Dieses Jahr gibt es erstmals ein neues Konzept auf der Kaiserwiese: Am Stabenwochenende, also am 9. und 10. Mai, findet auf dem Festgelände die Ausstellung „Land.Forst.Garten.“ statt.
Teilnehmen sollen regionale Händler, Betriebe und Dienstleister aus der Landwirtschaft, der Forstwirtschaft und dem Gartenbau, wie Nördlingens Tourismuschef Daniel Wizinger unserer Redaktion im Gespräch erzählt. So sollen Betriebe der Land- und Forstwirtschaft ihre Großmaschinen ausstellen, wie etwa Traktoren und verschiedene Anhängesysteme. Forstbaumschulen sollen ihre Arbeiten präsentieren, bei Firmen des Gartenbaus seien unter anderem Minibagger ausgestellt, die an Interessenten auch verliehen werden können.
Die Ausstellung findet auf der Kaiserwiese statt: „Die Freifläche, auf der sich die Kinder am Stabenmontag nach dem Umzug versammeln, bevor sie zu ihren Spielen gehen, wollen wir am Wochenende bespielen“, so Wizinger. Das Ganze soll also im Herzen des Festgeländes geboten sein. Oberbürgermeister David Wittner eröffnet die Ausstellung am Samstag um 11 Uhr. Dann soll sie an beiden Tagen von jeweils 11 bis 18 Uhr geöffnet haben. Die Ausstellung, betont Wizinger, sei eine zusätzliche Attraktion zum Stabenfest.
„Wir müssen die Tage vor dem Stabenmontag aufwerten, um Gäste anzuziehen.“ Die Idee für eine Veranstaltung dieser Art sei bereits vor über sieben Jahren entstanden, 2020 sollte sie dann auch erstmals stattfinden – doch die Corona-Pandemie machte dem ganzen einen Strich durch die Rechnung. Als die Stadt nun Kontakt mit regionalen Ausstellern aufnahm, seien diese begeistert gewesen. „Die wollen zeigen, was sie haben, machen und können.“ Doch auch aus der Bevölkerung erwarte man Neugier. „Wir leben in einer ländlich geprägten Region und die Leute haben Interesse an diesen Themen, auch für Kinder ist das interessant.
Wie wird Land bewirtschaftet? Woher kommen unsere Lebensmittel?“ Für die jüngsten Besucher gebe es deshalb auch besondere Angebote: Sie können etwa selbst einen Baum pflanzen oder in landwirtschaftlichen Maschinen probesitzen.
Am Sonntagabend soll die Ausstellung dann abgebaut werden, sodass die Fläche am Montagmorgen freigeräumt ist. „Höhepunkt bleibt der Montag, der läuft in gewohnter Form ab. Der Stabenmontag ist eine Tradition, die nicht verändert werden soll.“ So kann der Stabenumzug sein übliches Ende auf der Freifläche der Kaiserwiese nehmen.